Die eiserne Lady - Wissenswertes

 

Der Spielfilm Die Eiserne Lady (Originaltitel: The Iron Lady) der britischen Regisseurin Phyllida Lloyd kam im Jahr 2011 in die Kinos. In dem Film wird das Leben der britischen Premierministerin Margaret Thatcher in Form einer Filmbiografie porträtiert. Meryl Streep, als "Eiserne Lady", übernimmt dabei die Hauptrolle. Der Film basiert auf einem Originaldrehbuch von Abi Morgan.

In den Vereinigten Staaten wurde das Filmdrama Ende Dezember 2011 uraufgeführt. In den deutschen Kinos konnte man den Film erst im März 2012 anschauen.

Für ihre darstellerische Leistung wurde die Hauptdarstellerin Meryl Streep mit dem Golden Globe Award und dem Oscar ausgezeichnet. Trotz starker Kritik an der teilweise zu schönfärberischen Verfilmung des Lebens der ehemaligen Premierministerin war der Film ein Erfolg. Der Film spielte weltweit rund 115 Mio. US-Dollar ein. Häufigster Grund für die Kritik war vor allem, dass der Regisseur wenig Augenmerk auf den Zusammenhang zwischen Mensch und Politik legt. Der Film porträtiert das Leben der alternden Thatcher, die ihr Leben in Rückblenden passieren lässt. Die eiserne Lady beginnt und endet mit einer fiktiven Rahmenhandlung. Margaret Thatcher ist zwar tatsächlich demenzkrank, die Geschichte rund um ihr familiäres Leben jedoch frei erfunden. Streeps szenische Darstellung lässt den Zuschauer Mitleid mit einer alternden von Demenz zerfressenen ehemaligen Premierministerin haben, die bei der Generation der heute 40-jährigen Briten als meistgehasste Frau galt. Die wichtigen Stationen in der Biografie der britischen Regierungschefin von 1979 bis 1990 werden nur kurz und lückenhaft abgehakt. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit und der Politik Margaret Thatchers fehlt.

Der Film Die eiserne Lady beginnt im England der Gegenwart. Margaret Thatcher vom Alter und einer Demenz-Erkrankung gezeichnet, kauft in einem kleinen Lebensmittelgeschäft ein. Die glanzvollen Zeiten der früheren Premierministerin Großbritanniens sind vorbei, von den anderen Kunden wird sie nicht erkannt und einfach beiseite gedrängt.

Zurück in ihrem Haus, macht sie Frühstück für sich und ihren Ehemann Denis. Die Krankheit Thatchers ist bereits weit fortgeschritten. Denis ist bereits im Jahr 2003 verstorben, sodass sie dessen Anwesenheit nur halluziniert.

Immer wieder erinnert sich Thatcher in Alltagssituationen an Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit, die größtenteils um ihren toten Ehemann kreisen. Sie erinnert sich an die Luftschlacht um England sowie an eine politische Rede ihres Vaters, die sie für die Politik begeisterte und an ihre Tage in der Lokalpolitik, in der Frauen noch nichts zu suchen hatten.

Ihr größter Unterstützer: Denis Thatcher, ihr späterer Ehemann, dem sie zu verstehen gibt, dass sie nicht als Hausfrau enden will. 1959 erhält Thatcher einen Parlamentssitz in dem von Männern dominierten Parlament. Als Kultus- und Wissenschaftsministerin hält sie in den 1970er-Jahren einige temperamentvolle Reden vor dem Parlament, wird jedoch wegen ihrer erregten hohen Stimme verlacht. Thatcher kandidiert für den Parteivorsitz der Conservative Party. Berater verändern ihr Erscheinungsbild und geben ihr Stimmunterricht. Dadurch gelingt es ihr zur ersten weiblichen Regierungschefin eines westlichen Landes gewählt zu werden.

Thatcher führt den Falklandkrieg gegen Argentinien mit eiserner Hand. Ihre zunächst unpopuläre Reform- und Konsolidierungspolitik führt zu einem Wirtschaftsaufschwung, was ihre Beliebtheit wieder steigen lässt. Einige unkluge Entscheidungen im Parlament zwingen sie später jedoch zum Rücktritt. Am Ende des Films überlegt die alternde Dame ihre benutzte Teetasse abzuwaschen, was sie auch tut.