Spielfilm die eiserne Lady

 

Die Generation der heute über 40jährigen kann sich noch sehr gut aus eigenem Erleben an die englische Premierministerin Margaret Thatcher erinnern. In den Jahren von 1979 bis 1990 regierte sie das vereinigte Königreich. Ihre teilweise sehr harte Vorgehensweise in der Politik, brachte ihr den Beinamen die eiserne Lady ein. Sie schrieb in ihrer Regierungszeit einen Großteil Weltgeschichte mit. Und obwohl ihr aus Richtung ihrer politischen Gegner oftmals ein scharfer Wind ins Gesicht blies, war sie wahrlich kein Spielzeug für Kinder. Trotz der vielen Verunglimpfungen.

Wen wundert es, dass dieses Leben einmal verfilmt wird. Die britische Regisseurin Phyllidia Lloid tat dies und der Film kam im Jahr 2011 in die Kinos. Der Film beschreibt in einzelnen Abschnitten den politischen und privaten Werdegang der Eisernen Lady und ihr tragisches Ende. Wobei die in die politische Rahmenhandlung eingebetteten privaten Ereignisse rein fiktiv sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Der Film war ein weltweiter Erfolg und spielte 115 Millionen Dollar ein.

Die Hauptrolle übernahm die Schauspielerin Meryl Streep, die für ihre Leistung mit dem Golden Globe Award und einem Oscar ausgezeichnet wurde. Allerdings musste der Film auch einiges an Kritik einstecken. Viele Kritiker bemängelten allerdings, dass das Leben der Margaret Thatcher in zu rosigen Farben gemalt wurde.

Innerhalb des eigenen Landes war Margaret Thatcher während ihrer Regierungszeit eine der meistgehassten Frauen. Sie führte tiefgreifende wirtschaftliche Reformen ein. Letztendlich führten diese zu einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung doch während der Übergangsphase brachte sie für viele Briten erhebliche Probleme mit sich. Auch der damalige Krieg auf den eigentlich unbedeutenden Falklandinseln brachte ihr nicht unbedingt Pluspunkte im Bereich Sympathie ein.

Der Film endet damit wie Margaret Thatcher in einem Lebensmittel-Geschäft einkauft und von den Leuten nicht mehr erkannt wird und an der Kasse einfach beiseite gedrängt wird. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits Demenzkrank und betrauert den Verlust ihres Ehemanns, der ihr bloß noch in Halluzinationen erscheint.

Margaret Thatcher hatte zwei Kinder. Wenn man im Film die Szene im Ladengeschäft sieht, kann man sich gut vorstellen wie Margaret Thatcher durch ein Geschäft geht und Spielzeug für Kinder kauft. Bei dieser Vorstellung wirkt die Eiserne Lady plötzlich garnicht mehr so eisern. Wie geht das zusammen? In der Politik hart wie ihr Name schon sagt und Daheim die fürsorgliche Mutter die Spielzeug für Kinder verteilt? Bei genauer Überlegung ist dies aber nicht so ungewöhnlich. Im Beruf steht man eben seinen Mann oder seine Frau und im privaten Bereich wird Spielzeug für Kinder verteilt. Denn auch eiserne Ladys sind Menschen wie du und ich.